Vitamin D - Warum die allermeisten Menschen an einer Vitamin D Unterversorgung leiden

17.11.2020 12:41

Warum die allermeisten Menschen an einer Vitamin D Unterversorgung leiden

Viele, denen die Bedeutung von Vitamin D für die Gesundheit bekannt ist, versorgen ihren Körper über ein Nahrungsergänzungsmittel gezielt mit diesem wichtigen Mikronährstoff. Diejenigen, die sich dessen noch nicht bewusst sind, aber darauf aufmerksam gemacht werden - z.B. aus gegebenen Anlass bezüglich Infektionskrankheiten (Corona, Grippe etc.) - erkennen, wie wertvoll Vitamin D ist und entscheiden sich ebenso für die Supplementierung.

Problematisch ist in der Praxis jedoch oftmals die Dosierung - es wird viel zu wenig Vitamin D zugeführt. Und das, obwohl die Menschen sich doch an die gängigen Empfehlungen halten. Wie kann das also sein? Wieviel Vitamin D man tatsächlich braucht - genau das wollen wir uns in diesem Artikel anschauen und dir in diesem Zuge auch aufzeigen, wie Du vorgehen kannst, um eine bestmögliche Vitamin D-Zufuhr im Alltag zu gewährleisten.

Kann überhaupt ausreichend Vitamin D über die Haut gebildet werden?

Vitamin D3 Mangel - Vitamin D Bildung über die Haut

Vitamin D ist auch als das Sonnenvitamin bekannt. Denn tatsächlich kann der Körper über Haut und Sonneneinstrahlung ausreichend Vitamin D bilden, welches im Fettgewebe gespeichert wird. In Zeiten von wenig Sonne - also im Herbst und Winter kann der Körper dann auf das gespeicherte Vitamin D3 zurückgreifen. Soweit die Theorie. In der Umsetzung müsstest Du dafür jedoch regelmäßig mit viel nackter Haut ohne Sonnencreme mindestens 20 Minuten in der Mittagssonne draußen sein. Genauer gesagt muss die Sonne mindestens in einem 45° Winkel stehen - dein Schatten darf nur so lang sein, wie du groß bist. Nur in diesem Fall hat die Sonne auch ausreichend Power, um die Produktion von Vitamin D3 in der Haut anzuregen. Um im Sommer genügend Vitamin D3 für den Winter "zu tanken", müsstest Du täglich über Wochen hinweg in Badehose oder Bikini in die Sonne gehen.

Das ist bei den meisten von uns nicht der Fall und kann selbst mit diesem Hintergrundwissen in der Praxis kaum umgesetzt werden. Denn meistens arbeitet man tagsüber in geschlossenen Räumen und wenn man dann tatsächlich mal in die Sonne geht dann meist schön mit Sonnencreme eingecremt. Arbeitest du jedoch als Rettungsschwimmer in den USA oder als Farmer in Puerto Rico - dann wirst Du auch durch deine normale Arbeit im Freien genügend "Sonne tanken" und musst dir bezüglich Vitamin D definitiv keine Sorgen mehr machen.

Wir beziehen uns aber auf den deutschen Durchschnittsbürger und dieser leidet in der Regel an einer Vitamin D-Unterversorgung: So hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) festgestellt, dass 60% der deutschen Bevölkerung nicht einmal die Untergrenze des Normbereichs erreicht. Im Umkehrschluss bedeutet das nicht, dass die übrigen 40% optimal versorgt sind, sondern lediglich einen Vitamin D-Spiegel im "Normalbereich" aufweisen.

Vitamin D-Mangel vorprogrammiert! Darum ist die Dosierung so wichtig.

Vitamin D3 Einnahme-Empfehlung der EFSA und DGE

Obwohl die Bevölkerung in Europa bezüglich Vitamin D dramatisch unterversorgt ist, gibt es von offizieller Seite keinerlei Initiative, dieses Problem durch vernünftige Einnahmeempfehlungen zu beheben. Im Gegenteil - den Nahrungsergänzungsmittelherstellern werden sogar noch Steine in den Weg gelegt. So dürfen in Deutschland per Gerichtsbeschluss nur Produkte mit maximal 1.000 IE (Internationale Einheiten) Vitamin D3 pro Tag angeboten werden. Eine höhere Dosierung gilt direkt als Arzneimittel und ist damit nicht mehr frei verkäuflich. Als offizielle tägliche Einnahme-Empfehlung sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz 800 IE Vitamin D3 festgeschrieben - für Kinder, Erwachsene, Schwangere, Stillende und Senioren. In der gelebten Praxis, d.h. mit relativ wenig Sonne auf nackter Haut im Alltag, lässt sich mit dieser Dosierung die Untergrenze des Normbereichs nicht mal ansatzweise erreichen.

Interessant wird es nun, wenn man sich andere wissenschaftliche Veröffentlichungen anschaut und in dem Zusammenhang der Meinung unabhängiger Experten Beachtung schenkt. Hier sind die Empfehlungen um ein Vielfaches höher und vor allem dem Alter und der Situation angepasst. Das ist mit einfachem Menschenverstand auch direkt nachvollziehbar, denn schwangere und stillende Frauen haben schlichtweg einen Mehrbedarf - genauso wie Senioren, bei denen die Vitamin D-Produktion durch die Haut mit dem Alter nachlässt.

Als optimale Vitamin D-Versorgung gilt: 0-1 Jahr 500 IE, 1-15 Jahre 1.000 IE, 15-65 Jahre 2.000-4000 IE, ab 65 Jahren und Schwangere 4.000 IE, Stillende 6.000 IE. Wer es genau machen möchte, kann auch einfach sein Körpergewicht mit dem Faktor 40-50 multiplizieren und hat dann die Menge der persönlichen Erhaltungsdosis. Eine Frau mit 60 kg würde gemäß der Formel auf 2.400 IE - 3.000 IE kommen, ein Mann mit 80 kg benötigt 3.200 - 4.000 IE und ein 100 kg schwerer Athlet beispielsweise sollte bereits 4000 bis 5.000 IE Vitamin D zu sich nehmen. Wenn man das mit den mickrigen 800 IE, welche von offizieller Seite aus empfohlen wird, vergleicht, merkt man schnell, wieso derart viele Menschen einen Vitamin D-Mangel entwickeln.

Optimale Vitamin D-Versorgung sicherstellen durch ein Blutbild

Vitamin D Spiegel bestimmen mit Blutbild

Wie gut Du tatsächlich mit Vitamin D3 versorgt bist, kannst Du mithilfe einer Untersuchung deines Blutes genau ermitteln lassen. Geh dazu einmal zu dem Arzt oder Heilpraktiker deines Vertrauens, lass dir etwas Blut abnehmen, um damit den sogenannten 25OH-Vitamin-D3-Spiegel zu messen. Wichtig ist hierbei, dass der 25OHVD3 in ng/ml (Nanogramm je Milliliter) als auch in nmol/l (Nanomol je Liter) angegeben werden kann. Achte also genau auf die jeweils benutzten Messgrößen. Mit dem Faktor 2,5 kannst Du die Werte von einem Messbereich in den anderen umrechnen. Der Optimalbereich für die Vitamin D-Versorgung liegt bei 40-50 ng/ml bzw. bei 100-125 nmol/l.

Wenn sich dein Vitamin D-Spiegel bereits in diesem Optimalbereich befindet, kannst Du diesen mit der zuvor angesprochenen Erhaltungsdosis auf diesem Level halten. Bist Du jedoch deutlich darunter oder hast sogar einen diagnostizierten Vitamin D-Mangel, dann kannst Du dies mit einer sogenannten Initialdosis wieder korrigieren. (Von einem Mangel spricht man bei unter 20 ng/ml bzw. unter 50 nmol/l.)

Die Initialdosis ist abhängig von deinem aktuellen Versorgungsstand sowie deinem Gewicht. Zur Berechnung kann folgende Faustformel genutzt werden: 40 x (Zielwert in nmol/l - dem aktuellen Wert in nmol/l) x Körpergewicht = Initialdosis. Beispiel: Eine Person mit 60 kg hat aktuell einen Vitamin D3-Spiegel von 50 nmol/l und möchte auf 100 nmol/l kommen: 40 x (100 - 50) x 60 ergibt 120.000. Diese 120.000 IE Vitamin D3 könnten dann über einen Zeitraum von mehreren Wochen gegeben werden, bis der gewünschte Wert erreicht ist. Im Anschluss folgt dann die normale Erhaltungsdosis.

Vitamin D für ein widerstandsfähiges Immunsystem

Vitamin D für ein widerstandsfähiges Immunsystem

Unser Körper benötigt Vitamin D für eine Vielzahl essentieller Vitalfunktionen: Vitamin D ist beteiligt an Prozessen im Herz- und Kreislaufsystem, Gehirn, Nerven, Immunsystem, Zellteilung etc. Im Rahmen des Mineralstoffwechsels trägt Vitamin D zur Aufnahme von Calcium aus der Nahrung bei. Das breite Wirkungsspektrum von Vitamin D erkennt man auch daran, dass man nahezu im gesamten Körper Vitamin D-Rezeptoren gefunden hat und man daher davon ausgehen kann, dass Vitamin D dort auch überall eine Aufgabe hat.

Eine weitere, essentielle Funktion von Vitamin D ist die Unterstützung unseres Immunsystems - besonders im Hinblick auf Infektionskrankheiten wie Corona (Covid-19). Erste Hinweise darauf, wie wichtig die Vitamin D-Versorgung für den Verlauf der Corona-Erkrankung ist, gab es schon im Mai 2020, z.B. im Irish Medical Journal (Vitamin D and inflammation: Potential implications for severity of Covid-19). In den letzten Monaten hat sich die Studienlage dazu weiter verdichtet. So wurde beispielsweise festgestellt, dass bei 95% der schweren Corona-Verläufe auch gleichzeitig ein extremer Mangel an Vitamin D vorhanden war. Personen mit einem guten Vitamin D-Spiegel hatten in der Regel deutlich schwächere Verläufe.

In Großbritannien hat man wiederum die Wichtigkeit von Vitamin D erkannt und man hat damit begonnen, große Teile der Risikogruppen mit Vitamin D-Präparaten zu versorgen. Der Beschluss dazu kam in Großbritannien, nachdem eine Studie veröffentlicht wurde, die aufgezeigt hat, dass 80% der Corona-Infizierten eine Vitamin D-Unterversorgung haben. Der Plan der britischen Regierung ist es, durch eine bessere Vitamin D-Versorgung die Immunabwehr in der Bevölkerung zu verbessern, sodass die Menschen erst gar nicht erkranken.

Vitamin D3 ist gut - in Kombination mit Vitamin K2 aber noch besser!

Wer nun damit anfängt, seinen Körper mit einer entsprechend hohen Vitamin D3-Dosierung optimal zu versorgen, legt damit schon eine entscheidende Grundlage für mehr Vitalität und Gesundheit. Noch besser ist es, zusätzlich zu dem Vitamin D3 auch eine abgestimmte Menge an Vitamin K2 einzunehmen, denn bezüglich des Calcium-Stoffwechsels im Körper ist das Vitamin D auf die Unterstützung von Vitamin K2 angewiesen: Während das Vitamin D die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung steuert, sorgt das Vitamin K2 wiederum für den optimalen Transport des Calciums im Körper, sprich dass das Calcium auch an die richtigen Stellen transportiert und dort eingebaut wird.

Eine Kombination dieser beiden Vitamine legt somit den Grundstein für eine gute Knochen- und Zahngesundheit. Bei der Kombination sollte man sich an folgender Faustformel orientieren. Auf 2.500 IE Vitamin D3 sollte man 100 mcg (Mikrogramm) Vitamin K2 einnehmen. Bei 5.000 IE Vitamin D3 wären es somit schon 200 Mikrogramm Vitamin K2.

Neben der Dosierung ist auch die Form des Vitamin K2 von Bedeutung, denn der Körper nimmt die unterschiedlichen Formen nicht alle gleich gut auf. Im Vergleich wird das Vitamin K2 in der sogenannten MK7-Form am besten aufgenommen. Auch bei der biologischen Aktivität im Körper schneidet diese am besten ab und es hat mit einer Halbwertszeit von 72 Stunden die längste Wirkungsdauer.

Unsere veganen VITAMIN D3 + K2 Tabletten beinhalten pro Tablette 5.000 IE Vitamin D3 in Kombination mit 200 mcg Vitamin K2 in der hochwertigen, bioaktiven MK7-Form.

Vitamin D für mehr Gesundheit - ein Fazit

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit und die Widerstandsfähigkeit unseres Immunsystems. Jedoch kann das Vitamin D sein Potential nur dann entfalten, wenn es in der richtigen Dosis zugeführt wird - was leider viel zu oft nicht der Fall ist. Du solltest daher ein besonderes Augenmerk darauf legen, wie es um deine Vitamin D-Versorgung steht und gegebenenfalls die Dosierung deutlich erhöhen.

Es wird dir langfristig viel mehr bringen, wenn Du anfangs etwas Zeit und Geld investierst und im Zuge dessen deinen Bedarf berechnest, ein Blutbild erstellst und in Absprache mit dem behandelnden Arzt die Erhaltungsdosis bestimmst sowie, falls nötig, die Initialdosis. Wenn du dann künftig deinen Vitamin D3-Spiegel einmal im Jahr prüfen lässt, bist du auf der sicheren Seite.

Das Thema Vitamin D3 wird teilweise kontrovers diskutiert, aber es besteht grundsätzlich eine Einigkeit darüber, was für ein Vitamin D3-Spiegel im Blut als optimal gilt. Auf der anderen Seite reichen die Einnahmeempfehlungen in Deutschland nicht mal aus, den Normalbereich überhaupt zu erreichen. Man läuft im Endeffekt geradewegs in eine Unterversorgung hinein. Von offizieller Seite wird oftmals die Wichtigkeit von Vitamin D heruntergespielt - aber gerade jetzt bei Corona hat sich gezeigt, wie wichtig eine gute Versorgung mit Vitamin D3 ist. Darum nimm das Thema Vitamin D3 selbst in die Hand - dein Körper wird es dir danken.


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