KLIMAWANDEL | Eure Kinder interessieren uns nicht...

23.01.2019 14:07

„Nach mir die Sintflut“ - Man könnte glauben, es geht tatsächlich nur um diejenigen, die schon mitten im Leben stehen und die Hälfte ihres Lebens schon verlebt haben. Dabei geht es doch ganz konkret um die Lebensqualität unserer Kinder und deren Nachfahren. Hängen wir alle wirklich so sehr am JETZT und an unserem eigenen kleinen und begrenzten Leben? Falls ja, dann scheint die Liebe zu unseren Kindern schlussendlich doch nur reine Heuchelei zu sein. Denn wenn es wirklich um was geht, dann knicken die meisten anscheinend plötzlich weg.  Alle technologischen Fortschritte und historischen Erfahrungen der letzten 100 Jahre wären einfach „fürn Arsch“, wenn wir gerade jetzt, wo es drauf ankommt, vergessen was „Menschsein“ bedeutet. Keine App, keine Castingshow, kein Instagram-Posting, kein Trainingsprogramm, kein Supplement und auch kein noch so komplexer Algorithmus nimmt uns die wichtigen Entscheidungen des Lebens ab – dafür sind NUR wir selbst verantwortlich!

KLIMAWANDEL

Kein Thema hat uns im vergangenen Jahr so sehr verfolgt wie der „Klimawandel“. Der besonders heiße Sommer 2018 mit extrem wenig Niederschlag wurde als Vorbote dafür gesehen, was uns erwartet, wenn sich das Klima weiterhin so stark verändert. Dass sich das Klima tatsächlich verändert, ist weitestgehend unbestritten. Einzig allein wer oder was dafür die eindeutige Verantwortung trägt, spaltet noch die Lager. Im Mainstream wird gerne davon berichtet dass sich 97-98% der weltweiten Klimawissenschaftler einig sind: „Menschliche Aktivität ist ein signifikanter (beitragender) Faktor bei der Veränderung der mittleren globalen Temperatur“. In erster Linie soll Kohlenstoffdioxid, kurz C02, dafür verantwortlich sein.
Wenn man jedoch den Mainstream verlässt, werden Stimmen laut, die den menschengemachten Klimawandel nur für eine Theorie halten, dessen eindeutigen Beweis man bisher schuldig geblieben ist. Diese Menschen werden häufig als „Klimaskeptiker“ oder sogar Verschwörungstheoretiker bezeichnet.


Angenommen man folgt der Theorie „des durch Menschen gemachten Klimawandels“, dann sollte ein bestimmtes Thema medial definitiv nicht außer Acht gelassen werden. Es ist der unbestrittene Fakt, dass etwa 51% der weltweiten Treibhausgas-Emissionen von der Tieraufzucht verursacht werden. So berechnete es bereits 2009 das Washingtoner Worldwatch Institute.


Wissenschaftler der Oxford Universität haben erst letztes Jahr (2018) in einer Studie, die im renommierten Science Magazin erschienen ist, erforscht, dass sich vegan zu ernähren die Entscheidung mit dem größtmöglichen Einfluss auf unsere Umwelt ist. Der CO2-Fußbabdruck eines jeden Menschen, den er durch seine Ernährung verursacht, könnte um 73% reduziert werden. Ebenfalls könnte man 75% des weltweiten Ackerlands einsparen.


Natürlich wäre es ein Hirngespinst zu glauben, dass Menschen von jetzt auf gleich ihre gesamten Gewohnheiten umkrempeln und sich ab sofort vegan ernähren. Doch wenn es die Verantwortlichen der Politik ernst meinen, dann sollten sie diesen größtmöglichen Hebel unbedingt nutzen. Jedoch traut sich kein Offizieller Vertreter auch nur ansatzweise das Thema  mit der benötigten Konsequenz anzugehen.


Die Deutsche Umwelthilfe, die im Jahr 2018 fleißig Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge eingeklagt hat und damit für viele Diskussionen gesorgt hat, äußert sich in ihrem Jahresbericht 2017 etwas widersprüchlich bezüglich den Folgen unserer Ernährung: „Immer mehr Flächen werden intensiv bewirtschaftet, die hohen Stickstoffeinträge belasten Böden, Gewässer und das Grundwasser. Die Emissionen der Klimagase Ammoniak und Methan aus der industriellen Tierhaltung stagnieren auf hohem Niveau. In Deutschland ist die Landwirtschaft deshalb der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen.“
Damit haben sie vollkommen Recht. Die Aufzucht und Haltung von „Nutztieren“ setzt nämlich nicht nur Treibhausgase frei, sondern belastet durch die unfassbare Menge an Exkrementen auch Böden, Gewässer und das besonders schützenswerte Grundwasser.

URSACHE UND WIRKUNG

Der Grund warum die Industrie überhaupt so viele Tiere benötigt liegt doch klar auf der Hand. Es liegt natürlich allein am Konsumverhalten unserer Gesellschaft. Anders gesagt – Der Mensch will anscheinend täglich viel Fleisch auf seinem Teller und das ganze am besten auch noch billig. Das heißt, würde man das Konsumverhalten verändern bzw. echte Aufklärung betreiben, dann würde man die o.g. Probleme die die deutsche Umwelthilfe in ihrem Bericht angesprochen hatte mittelfristig lösen können.


Doch genau diese deutsche Umwelthilfe bzw. dessen Vorsitzender warnt gleichzeitig vor einer veganen bzw. pflanzlicher Ernährung: „Aber auch dieser Ernährungstrend hat seine Schattenseiten. Soja aus industrieller Landwirtschaft ist nicht umweltverträglich. Soja ist wie Erdöl – daraus kann man alles herstellen. Ein Tofu-Würstchen ist kein Naturprodukt sondern das Ergebnis von Lebensmitteltechnik. Da ist die Wurst vom Bioschwein naturnäher.“
Man kann solch derartige inkompetente und sinnbefreite Aussagen von offiziellen Repräsentanten fast nicht ertragen. Hier wird also das Quälen von Tieren in Massentierhaltung und das Töten von Millionen von Tieren einem pflanzlichen Tofu-Würstchen bevorzugt.

Es ist doch kein Wunder, dass wir mit solchen inkompetenten Verantwortlichen an der Spitze von durch Steuergelder finanzierten Institutionen keinen Schritt weiterkommen.

Hier wird leider nur so mit falschen Informationen um sich geworfen. Dass ungefähr 80 Prozent des importierten Sojas mittlerweile weltweit als Viehfutter verwendet werden, scheint er nicht zu wissen oder er unterschlägt der Allgemeinheit bewusst diese Information. Und die Sojabohnen, die in Form von Bio-Tofu im Kühlregal landen, werden fast ausschließlich in Europa angebaut. Dazu kommt, dass durch die zu erwartenden höheren Temperaturen der Anbau von Soja auch in Deutschland immer interessanter werden wird, da er mit wenig Niederschlag auskommt. Statt Menschen zu ermuntern und eine pflanzliche Ernährungsform endlich als echten Lösungsansatz anzuerkennen und dementsprechend zu fördern, spricht man nur von einem „Trend“, also einem kurzzeitigen Phänomen, welches in seinen Augen bald verflogen sein wird.

DAS EGO STEHT ÜBER DEM ALLGEMEINWOHL

Die Maßnahmen der Politik, mit denen man derzeit versucht das Klima zu schützen, gehen jedoch teilweise sehr zu Lasten der Umwelt. Also Klimaschutz auf Kosten des Umweltschutzes.
Beispiele gibt es dafür fast unzählbare. Mit der Beimischung von Agrarkraftstoffen zum Benzin möchte man den CO2-Ausstoß verringern. Dem Kraftstoff E5 werden 5% und E10 10% Bioethanol beigemischt. Wie viel CO2 jedoch für die Produktion dieses Treibstoffs anfällt, ist unklar. Zudem sorgt man für den zusätzlichen Anbau von Energiepflanzen, für die in Südamerika teilweise Regenwälder gerodet werden. Bei diesen Monokulturen kommen große Mengen an Pestiziden zum Einsatz, die die Tier- und Pflanzenwelt belasten.
Die von der Bundesregierung beschlossene „Energiewende“ ist das Großprojekt, welches den CO2- Ausstoß langfristig drastisch reduzieren und damit das Klima schützen soll.

DIE AUSWIRKUNGEN SIND IMMENS

Immer mehr Windkraftanlagen werden gebaut. Das spiegelt sich natürlich im Landschaftsbild wieder. In direkter Nachbarschaft zu den Anlagen bekommen Anwohner die Auswirkungen des Infra-Schalls zu spüren. Wie krankmachend dieser wirklich ist, wurde noch nicht abschließend untersucht.


Die Automobilbranche soll in den nächsten Jahren den wohl größten Wandel in ihrer Geschichte durchlaufen. Weg vom Verbrennungsmotor – also Diesel und Benziner – hin zum reinen Elektroauto. Alleine VW plant im Jahr 2030 etwa 1,8 Millionen reine Elektroautos zu bauen.
Auch hier hat man die Situation, dass man zwar die Umwelt durch geringere CO2-Ausstöße entlasten, aber gleichzeitig den Ökosystemen immens schadet, da z.B. der Abbau von Lithium (Batterien) massiven Eingriffen in schützenswerte Natur bedarf. Eines der betroffenen Länder ist z.B. Chile. Für die Herstellung von einer Tonne Lithiumsalz werden zwei Millionen Liter Wasser benötigt. Und das in einer der trockensten Gegenden der Erde. Die Verbreitung von vermeintlich sauberen Elektroautos könnte sogar dazu führen, dass Menschen keinerlei moralische Hemmnisse mehr haben und noch mehr Autofahren.


Wer heutzutage durch ein Wohngebiet läuft, sieht auf fast jedem zweiten Dach eine Solar- oder Photovoltaik-Anlage. Diese wurden erst „dank“ hohen Einspeisevergütungen des Staats rentabel. Damit sollte quasi jede Privatperson zum Energieproduzenten werden und somit Anschubhilfe für das Großprojekt Energiewende geleistet werden. Doch was passiert mit den Modulen, wenn sie, natürlich früher als erwartet, defekt werden oder nicht mehr die notwenige Leistung erbringen?
Sie enthalten meist Schwermetalle und andere Problemstoffe und müssen deswegen als giftiger Sondermüll entsorgt werden. Eine Lösung dieses immensen Problems ist bisher nicht in Sicht.

 

ES GEHT ALSO UM FLEISCH?!

Doch welche Schlüsse können wir daraus ziehen? Wir haben, falls man den 98% der Klimawissenschaftler glauben schenken mag, mit dem Klimawandel ein ernsthaftes und realistisches Problem, für welches dringend eine Lösung gefunden werden muss!!!
Es gibt mittlerweile etliche Lösungsansätze von sog. Experten, die alle auf politischer Ebene bewertet und begutachtet wurden. Leider hat sich unsere Politik bisher für Ansätze entschieden, die in der Öffentlichkeit gut zu vermarkten sind, die Umwelt wiederum aber weiterhin belasten.
Das Thema FLEISCH inkl. aller weiteren TIERISCHEN PRODUKTE, die täglich auf den Tellern landen, möchte kein Politiker bzw. keine Partei ernsthaft angehen, obwohl fast alle Wissenschaftler genau hier den besten Lösungsansatz sehen. Die Angst, bei der nächsten Wahl abgestraft zu werden, ist mittlerweile einfach zu groß.
Seitdem die Grünen 2013 mit dem Vorschlag, wöchentlich einen „Veggie Day“ in öffentlichen Kantinen einzuführen, ein kleines Desaster erlebt haben, ist das Thema Lebensmittel/Nahrung ein regelrechtes Rotes Tuch.
Natürlich ist ein Verbot in einer offenen und liberalen Gesellschaft das schlechtmöglichste Mittel um eine nachhalte Veränderung herbeizuführen. Das war schon bei der Prohibition – also dem Verbot von Alkohol in den USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts so. Die Tabaksteuer ist wiederum ein gutes Beispiel, wie die langsame Verteuerung einen Einfluss auf den Absatz hat.

Bestes Beispiel dafür ist der 25.11.1973. Da trat nämlich eine ungewöhnliche Sparmaßnahme in Kraft, die die meisten deutschen Autofahrer dazu zwang, ihr Fahrzeug stehen zu lassen. Die damalige Ölkrise hatte die Regierung genötigt, ein Gesetz zur Sicherung der Energieversorgung“ zu erlassen und vier autofreie Sonntage anzuordnen, um Benzin zu sparen. Wegen der konkreten Abhängigkeit vom Öl befürchtete Willy Brand eine dauerhafte Krise der deutschen Wirtschaft.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen… Hier wurde ein Gesetz erlassen, das dem Deutschen das Fahren von Autos verbietet?! In der heutigen Politik undenkbar

DAS GESPENST - KLIMAWANDEL

Nun haben wir ein anderes Problem, eine Art Gespenst, welches nicht konkret unseren Geldbeutel oder Staatskassen betrifft. Denn der Klimawandel schreitet langsam und subtil voran und bietet somit noch genügend Spielraum und (Schein)Argumente, einen real existierenden Klimawandel immer noch zu ignorieren. Doch immer mehr Menschen verstehen mittlerweile die Dringlichkeit der aktuellen Lage und genau deshalb muss weiterhin Aufklärung betrieben werden und die wirklich sinnvollsten Lösungsansätze in die Öffentlichkeit transportiert werden.
Ein erster Schritt könnte zum Beispiel eine neutrale Thematisierung in den öffentlich rechtlichen Medien sein, die sich mit den Auswirkungen unseres Nahrungsmittelkonsums beschäftigt. Zudem könnte die Aufzucht und Tötung von Tieren in Massentierhaltung in Form von Livestreams und Besuchen in Schlachthöfen in die Mitte der Gesellschaft rücken, sodass jeder mit der Realität konfrontiert wird und selbst entscheiden kann, ob er dies weiterhin unterstützen möchte.
Wir können nur jeden ermuntern, selbst die Veränderung im Kleinen vorzuleben, die es für eine globale Lösung brauchen würde. Go vegan!